Erbschafts-Ratgeber für Eigentümer von Immobilien

Als eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen in der Vermittlung von Wohnimmobilien haben wir in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek einen Erbschafts-Ratgeber für Eigentümer von Wohnimmobilien zusammengestellt. Dieser Ratgeber bietet Ihnen einen kompakten Überblick über die Regelungen und Gestaltungsmöglichkeiten der Vermögensübergabe. Was ist bei einem Erbvertrag zu beachten und worin unterscheiden sich z.B. Testament und Vermächtnis? Wie definiert sich der Pflichtteilsanspruch? Auf diese und viele weitere Fragen gibt unser Ratgeber hilfreiche Antworten.



Themen des Ratgebers sind:

   -  Gesetzliches Erbrecht
   -  Gewillkürte Erbfolge
   -  Pflichtteilsrecht
   -  Schenkungen zu Lebzeiten
   -  Erbschaftsteuer
   -  Selbstgenutzter Wohnraum
   -  Internationales Erbrecht

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Engel & Völkers
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Das Vererben von geschaffenem oder bereits seit Generationen in der Familie befindlichem Vermögen (wie z.B. Immobilien) an Familienmitglieder oder Dritte möchten viele verständlicherweise nicht dem Gesetzgeber überlassen. Eigenständig diesbezügliche Anordnungen zu treffen, birgt jedoch Gefahren – gerade wenn man die gesetzlichen Mechanismen sowie die tatsächlichen und rechtlichen Ausgestaltungsmodalitäten nicht hinreichend kennt. Unser Ratgeber soll Ihnen eine erste Orientierung über die gesetzlichen Regelungen und Gestaltungsmöglichkeiten geben. Die beschriebenen Themen sollen lediglich zur Sensibilisierung bezüglich möglicher erbrechtlicher oder steuerlicher Hürden dienen. Ausschlaggebend sind immer die konkreten Umstände, sodass stets eine Einzelfallprüfung erforderlich ist. Daher ersetzt dieser Ratgeber in keinem Fall den juristischen Rat eines Experten.


1. Gesetzliches Erbrecht: Das gesetzliche Erbrecht bestimmt die Erbfolge – also die Rangfolge der Erben des Gesamtvermögens eines Erblassers einschließlich bestehender Schulden –, wenn und soweit keine wirksame letztwillige Verfügung (Testament oder Erbvertrag) vorhanden ist.

2. Gewillkürte Erbfolge: Möchte der Erblasser eine von der gesetzlichen Erbfolge abweichende Regelung treffen, kann er eine sogenannte letztwillige Verfügung verfassen(gewillkürte Erbfolge). Hier hat er die Wahl zwischen der Errichtung eines Testaments oder eines Erbvertrages.Testament und Erbvertrag sind grundsätzlich gleichwertig, wenn auch in ihrer Form und rechtlichen Wirkung durchaus unterschiedlich.

3. Pflichtteilsrecht: Das deutsche Recht sieht eine umfassende Testierfreiheit vor, sodass jeder Erblasser beliebig letztwillig verfügen und z.B. auch seine nächsten Angehörigen von der Erbfolge ausschließen kann. Um aber für nähere Verwandte des Erblassers eine gewisse Mindestteilhabe am Nachlass zu gewährleisten,sieht das Gesetz ein Pflichtteilsrecht vor, das mit Eintritt des Erbfalls separat gegenüber den Erben geltend gemacht werden muss.

4. Schenkungen zu Lebzeiten: Oftmals entspricht es dem Wunsch des Erblassers zur selbstbestimmten Verteilung seiner Vermögensgüter, bereits zu Lebzeiten Schenkungen an Familienmitglieder oder Dritte vorzunehmen, um verschiedene Verhältnisse zu klären und unter Kontrolle zu haben bzw. etwaige Konfliktsituationen zu vermeiden.

5. Erbschaftssteuer: Unbeschränkte Steuerpflicht - Erblasser/Schenker oder Erwerber sind Inländer.Bei Übergang auf Stiftung/Verein, soweit Geschäftsleistung oder Sitz im Inland. Beschränkte Steuerpflicht - Soweit keine unbeschränkte Steuerpflicht besteht,unterliegt das Inlandsvermögen der beschränkten Steuerpflicht.

6. Selbstgenutzter Wohnraum: Ehegatten, eingetragene Lebenspartner oder Abkömmlinge, die ein Familienheim erben, können durch dessen Eigennutzung eine Befreiung von der Erbschaftsteuer erreichen.

7. Vererbung einer GmbH: Bei der steuerlichen Nachfolgeregelung immobilienverwaltender Unternehmen (z.B. in Form einer GmbH) ist generell Vorsicht geboten. Nach bisherigem Recht gelten erbschaft- bzw. schenkungsteuerliche Vergünstigungen hier nur in Ausnahmefällen.

8. Internationales Erbrecht: Die Komplexität „grenzüberschreitender Erbfälle“ wird häufig unterschätzt. So handelt es sich bereits dann um einen Erbfall mit Auslandsbezug und damit um einen grenzüberschreitenden Erbfall, wenn ein deutscher Erblasser Vermögen im Ausland unterhält oder ein Ausländer mit Vermögen in Deutschland verstirbt.