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Das Eigenheim am See behält auch in der Krise seinen Wert

Die Corona-Krise hat den Kauf und Verkauf von Eigenheimen ausgebremst. Der Lockdown bringt aber neue Interessenten für ein Eigenheim hervor. Immobilienmakler Niki Thomet erklärt im Interview die aktuelle Lage.Die Wohnlage am Zürichsee scheint krisenresistent. Zwar sind die Anzahl Käufe und Verkäufe in der Corona-Krise gesunken, jedoch nicht die Preise.



Daniela Haag Baumann

Publiziert am 23. April 2020
https://www.zsz.ch/das-eigenheim-am-see-behaelt-auch-in-der-krise-seinen-wert-137636994744

 Thalwil - Schweiz
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Kauft in der Corona-Krise noch jemand ein Einfamilienhaus?

Ja. Wir bieten Objekte zum Verkauf an und sind in Kontakt mit interessierten Käufern. Das Interesse ist auf beiden Seiten nach wie vor vorhanden.


Was hat sich verändert?

Vor der Corona-Krise war die Nachfrage nach Immobilien enorm hoch, das Angebot aber klein. Jetzt ist die Nachfrage zwar gesunken, sie ist aber immer noch höher als das Angebot. Es gibt deshalb eine gewisse Beruhigung im Markt. Wer kaufen will, hat jetzt etwas mehr Möglichkeiten.

 Thalwil - Schweiz
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Was bedeutet das konkret?

Nehmen wir das Beispiel einer Attikawohnung in der Region Zimmerberg mit Seesicht für 2,5 Millionen Franken. Vor der Krise hätten wir 100 Anfragen erhalten. Heute haben wir noch 30 bis 50 interessierte Käufer. Das ist zwar ein signifikanter Einbruch um 50 Prozent oder mehr. Die Nachfrage übersteigt aber immer noch deutlich das Angebot.


Es ist zu befürchten, dass wir in eine Rezession rutschen und die Arbeitslosenquote stark steigt. Sinken deshalb die Immobilienpreise?

Der Preis für ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung wird nicht sinken, vorausgesetzt, die Immobilie ist richtig bewertet. Er wird aber nicht mehr ansteigen wie in den letzten Jahren.


Wie ist das zu erklären?

Das Interesse an Eigentumserwerb ist wegen der tiefen Zinsen und der Beliebtheit
der Region weiterhin gross. Deshalb glaube ich nicht, dass die Preise sinken. Die Corona-Krise hat zu einer etwas ausgeglicheneren Situation zwischen Angebot und Nachfrage geführt.


Also wäre jetzt der falsche Zeitpunkt, um zu verkaufen?

Definitiv nein. Ich bin überzeugt, dass die Eigentümer den gleichen Preis erhalten wie vor der Krise.


Gibt es also keine Schnäppchen auf dem Markt?

Nein, in keinem Preissegment. Preisnachlasse gäbe es erst, wenn wir in eine lang anhaltende, tiefe Rezession rutschen würden.

«Viele Kunden suchen seit drei, vier oder fünf Jahren. Wenn es etwas auf dem Markt gibt, würden sie sofort zuschlagen.»

Ökonomen sagen eine Rezession und eine hohe Arbeitslosenquote voraus. Wie sehen Sie die Perspektiven?

In der Region Zimmerberg – das Gleiche gilt für die Goldküste – wird es keine Schnäppchen oder Preisreduktionen geben, denn das sind sehr robuste Regionen. Gerade auch im Vergleich zu der übrigen Schweiz und dem Ausland.


Was macht den Markt so robust?

Nehmen wir wieder das Beispiel der Attikawohnung mit Seesicht. Die ganze Welt will so wohnen. Der Zimmerberg und die Goldküste gehören zu den besten Wohnlagen.


Spitzenverdiener werden Einkommenseinbussen haben. Kein Bonus, keine Gewinnbeteiligung, das Aktienportfolio verliert an Wert. Müssen sie jetzt ihre Villa verkaufen?

Wir sind einer der grössten Immobilienanbieter der Region. Wir erhielten keine einzige Anfrage, weil jemand wegen der Corona-Krise seine Liegenschaft verkaufen muss. Es wird keine Panikverkäufe geben. Selbst in einer Rezession nicht. Jetzt kommt es uns zugute, dass die Schweizer Banken so konservativ sind im internationalen Vergleich. Sie stellen für eine Hypothek enorm hohe Anforderungen an das Eigenkapital und die Tragbarkeit. Wir reden vom sogenannten Stresstest. Die Banken wollen sicher sein, dass Immobilienbesitzer genau so ein Stressszenario wie die Corona-Krise überstehen.



Hilft der tiefe Zins nicht auch sehr?

Ja, und das Tiefzinsumfeld bleibt. Deshalb ist Kaufen günstiger als Mieten. Das Beste, was einem passieren kann, wenn man nur noch die Hälfte verdient und lange arbeitslos ist, ist, ein Eigenheim zu besitzen. Die Hypothek stellt in der Regel keine grosse Belastung dar. Deshalb kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wieso genau die Eigenheimbesitzer in Stress kommen sollten. Ganz schwierig wird es jetzt für Besitzer von Geschäftsliegenschaften, wenn die eingemieteten Geschäfte unter der eingebrochenen Nachfrage leiden und vielleicht Mühe haben, die Miete zu bezahlen.


Wer kauft jetzt ein Haus oder eine Wohnung?

Aktuell sehen wir einen Anstieg an Kaufinteressenten aus dem Mietersegment, da wie erwähnt Eigentum günstiger ist als Miete. Der Lockdown hat aufgezeigt, dass ein Rückzugsort oder ein weiteres
Zimmer für Homeoffice wichtig ist. Die Nachfrage am Zimmerberg war in den letzten Jahren enorm hoch. Viele Kunden suchen seit drei, vier oder fünf Jahren. Wenn es etwas auf dem Markt gibt, würden sie sofort zuschlagen.

«Für uns Immobilienmakler wird es kein schönes Jahr.»

Sie vermitteln auch Luxusimmobilien. Wie robust ist dieser Bereich?

Wir sprechen hier von Objekten ab 5 Millionen Franken. In Kilchberg und Rüschlikon geht ein gutes Objekt sofort weg. Weiter seeaufwärts wird es schwieriger. Objekte im zweistelligen Millionenbereich haben schon vor der Corona-Krise längere Vermarktungszeiten benötigt. Das wird aus meiner Sicht
weiterhin so bleiben. Das Segment ist schwieriger, aber robust.


Wie sieht die Nachfrage bei den eher bezahlbaren Wohnungen aus?

Wir haben drei Liegenschaften zwischen 1,2 und 1,5 Millionen auf dem Markt. Eine davon haben wir gerade noch vor der Corona-Krise platziert. Es lief fantastisch. 150 Anfragen, 50 Besichtigungen und am Schluss zwölf solide Kaufinteressenten. Vor zwei Wochen haben sich die meisten zurückgezogen. Sie sagen, Corona mache sie jetzt gerade etwas nervös, sie kämen in ein paar Monaten wieder. Ich habe aber immer noch drei Käufer, und der Preis ist nicht gesunken.


Wie muss man sich eine Villabesichtigung in der Corona-Krise vorstellen?

Wir haben einen Roboter gekauft, der durch die Wohnung fährt und filmt. Kaufinteressenten können ihn von zu Hause aus steuern und eine Liegenschaft live auf dem Bildschirm besichtigen. Die zweite Anschaffung ist eine 360-Grad-Kamera. Ein Haus oder eine Wohnung in unserem Portfolio wird dreidimensional gefilmt und vermessen. Man kann von zu Hause aus die ganze Wohnung bzw. das Haus virtuell begehen und beispielsweise ausmessen, ob das Sofa Platz hat.

Die Immobilienbranche ist erfolgsverwöhnt. Jetzt haben Sie teure Anschaffungen und machen weniger Umsatz: Was bedeutet die Corona-Krise für Ihr Unternehmen?

Ich will nichts schönreden. Für uns Immobilienmakler wird es kein schönes Jahr. Wir leben von der Anzahl Transaktionen, und diese werden sinken. Wenn wir Glück haben, erholen wir uns im dritten und vierten Quartal.

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