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Die letztwillige Verfügung - damit überlassen Sie die Erbfolge nicht dem Zufall.

Möchte der Erblasser eine von der gesetzlichen Erbfolge abweichende Regelung treffen, kann er eine sogenannte letztwillige Verfügung verfassen (gewillkürte Erbfolge). Hier hat er die Wahl zwischen der Errichtung eines Testaments oder eines Erbvertrages. Testament und Erbvertrag sind grundsätzlich gleichwertig, wenn auch in ihrer Form und rechtlichen Wirkung durchaus unterschiedlich.

Im Gegensatz zum Erbvertrag, der stets der notariellen Beurkundung bedarf, kann ein Testament auch privatschriftlich errichtet werden. Um den strengen Formvorschriften zu genügen, muss ein privatschriftliches Testament vom Erblasser eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein und sollte Datum und Ort der Errichtung enthalten.

Ehegatten und eingetragene Lebenspartner können zudem ein gemeinschaftliches Testament errichten, bei dessen Fertigung ein Formprivileg vorgesehen ist: Für die Wirksamkeit reicht es aus, wenn der Text von einem der beiden Testierenden handschriftlich geschrieben und von beiden unterschrieben wird. Im Gegensatz zum Einzeltestament entfaltet ein gemeinschaftliches Testament nach dem Versterben eines Ehe- bzw. eingetragenen Lebenspartners in der Regel eine Bindungswirkung für den Längerlebenden.

Erbeinsetzung oder Vermächtnis - auf eine klare Formulierung kommt es an.

Der Bindungswirkung im gemeinschaftlichen Testament unterliegen grundsätzlich die wechselseitigen Verfügungen. Die Wechselseitigkeit ist regelmäßig durch Auslegung zu ermitteln.

Darüber hinaus können letztwillige Verfügungen durch einen Erbvertrag getroffen werden. Der Erbvertrag bedarf zwingend der notariellen Beurkundung und entfaltet – im Gegensatz zum Einzeltestament – Bindungswirkung gegenüber dem Vertragspartner; es sei denn, im Erbvertrag finden sich hierzu anderslautende Regelungen. Eine Abänderung der im Erbvertrag getroffenen Verfügungen ist daher nur sehr eingeschränkt unter bestimmten Voraussetzungen möglich.


Zur Vorbeugung späterer Auseinandersetzungen in Nachlassangelegenheiten müssen nicht nur die Formvorschriften für die Errichtung letztwilliger Verfügungen eingehalten werden; auch ihr Inhalt muss möglichst eindeutig sein.

Häufigster Fehler bei der Verfassung letztwilliger Verfügungen ist die fehlende Differenzierung zwischen Erbeinsetzung und Vermächtnis. Hier fehlt in der Regel die Kenntnis, dass es sich dabei um Begriffe mit unterschiedlichen Rechtsfolgen handelt. Während das Vermächtnis lediglich einen gesondert geltend zu machenden schuldrechtlichen Anspruch begründet, bewirkt die Erbeinsetzung ein unmittelbares Einrücken in die Rechte und Pflichten des Erblassers. Um dessen Willen bestmöglich zu entsprechen, empfiehlt es sich, hinsichtlich der entsprechenden Formulierungen juristischen Expertenrat einzuholen.


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