
Bewertung von Gewerbeimmobilien
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Hinter dem Begriff „Build-to-Rent“ verbirgt sich eines der etabliertesten Segmente im modernen Immobilienmarkt. Bei diesem Modell werden ganze Wohnquartiere gezielt für die langfristige Vermietung entwickelt, gebaut und von professionellen Betreibern gehalten. In Zeiten von veränderten Kapitalströmen und einem spürbaren Bedarf an modernen Wohnkonzepten bietet dieses Modell Investoren wie auch Kommunen eine verlässliche Lösung, um zeitnah hochwertigen und zukunftssicheren Wohnraum zu realisieren.
Die weltweiten Investitionen in institutionelle Wohnimmobilien verzeichnen eine starke Dynamik und haben unlängst neue Höchstwerte erreicht. Besonders das Vereinigte Königreich und Deutschland stehen dabei im Fokus der Akteure und ziehen einen wesentlichen Teil des globalen Kapitals an. Branchenanalysen zeigen, dass dieser Aufwärtstrend anhält und das Segment fest im Markt verankert ist. Es wird erwartet, dass professionell betriebene Mietwohnquartiere auch in Zukunft zu den erfolgreichsten Bereichen am Immobilienmarkt gehören und die Zukunft des modernen Wohnens maßgeblich mitgestalten.

Build-to-Rent-Objekte werden vom ersten Tag an als langfristige Mietimmobilien geplant und betrieben. Im Unterschied zu klassischen, einzeln aufgebauten Beständen bietet dieses Modell ein einheitliches Produkt: Einen spezialisierten Betreiber, eine zentrale Verwaltung, gemeinsame Annehmlichkeiten und standardisierte Servicelevel.
Dabei lässt sich das Segment je nach Zielgruppe und Investitionsstrategie in verschiedene maßgeschneiderte Konzepte unterteilen:
Multifamily Build-to-Rent: Dies sind große städtische Quartiere, die den Mietern exklusive Vorteile wie einen Concierge, Fitnessbereiche, Co-Working-Spaces und Dachterrassen bieten.
Single Family Build-to-Rent: Hierbei handelt es sich um gemanagte Reihenhaus- oder Einfamilienhaus-Cluster, die besonders attraktiv für Familien sind, die sich Flexibilität im Alltag wünschen.
Studentisches und seniorengerechtes Wohnen: Diese Bereiche zählen zu den angrenzenden Wohnsegmenten und werden von Investoren oft als fester Bestandteil derselben Strategie genutzt.
Für den Einstieg von Investoren stehen dabei vor allem zwei Ansätze im Fokus:
Forward Funding: Bei diesem Modell finanzieren institutionelle Anleger den Bau einer Immobilie und übernehmen das fertige Objekt direkt nach der Fertigstellung.
Stabilisierte Bestände: Diese Objekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie bereits voll vermietet sind und eine sehr hohe Auslastung aufweisen. Sie eignen sich ideal für langfristige Halter oder für den Verkauf an Versorgungswerke und Pensionskassen.

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Die anhaltend hohe Nachfrage auf dem Markt wird im Wesentlichen durch drei miteinander verknüpfte Entwicklungen getrieben:
Ein zentraler Faktor ist das strukturelle Wohnraumdefizit, da der Neubau seit Jahren hinter dem eigentlichen Bedarf zurückbleibt. Dieser ausgeprägte Angebotsmangel führt zu einer äußerst geringen marktaktiven Leerstandsquote und sichert Investoren eine langfristig verlässliche Auslastung ihrer Objekte.
Verstärkt wird diese Dynamik durch den demografischen Wandel und eine ausgeprägte Mieterkultur, insbesondere in Deutschland, wo die Mietquote im internationalen Vergleich überaus hoch ist. Der anhaltende Trend zur Urbanisierung sowie der Wunsch nach flexiblen Wohnformen in den Städten stärken die Relevanz von professionell verwaltetem Wohnraum nachhaltig.
Vor diesem Hintergrund erweist sich das Segment als idealer Zielort für Anleger auf der Suche nach wertstabilen Erträgen. Die planbaren Einnahmen aus Wohnungsportfolios passen optimal zu den langfristigen Verpflichtungen institutioneller Investoren und bieten in einem volatilen Marktumfeld zudem einen soliden, natürlichen Schutz vor inflationären Entwicklungen.
Das Build-to-Rent-Modell ist operativ äußerst anspruchsvoll. Das Vermietungstempo, die laufenden Bewirtschaftungskosten, potenzielle Leerstandskosten und Servicegebühren beeinflussen die Rendite spürbar. Auch regulatorische Rahmenbedingungen bleiben ein wesentlicher Faktor: Mietpreisbremsen, langwierige Planungsverfahren und Reformen im Mietrecht variieren je nach Region erheblich. Als die wichtigsten Herausforderungen im Markt gelten derzeit politische und regulatorische Risiken, fortbestehende Preis bzw. Erwartungslücken zwischen Käufer- und Verkäuferseite sowie das knappe Angebot an investierbaren Objekten.
Zudem verlangen die allgemeine Baukosteninflation, steigende Anforderungen an die energetische Sanierung im Sinne der Nachhaltigkeit und erhöhte Finanzierungskosten eine disziplinierte Prüfung aller Projekte. Die stärksten Renditen erzielen jene Investoren, die über eine hohe operative Kompetenz, nachhaltige Konzepte und Flexibilität bei der Strukturierung von Vorabfinanzierungen verfügen.
Das Build-to-Rent-Modell verbindet in einzigartiger Weise Immobilien-, Betriebs- und Kapitalmarktkompetenz. Der langfristige Erfolg dieser Assetklasse basiert darauf, dass alle Rädchen reibungslos ineinandergreifen, angefangen bei der fundierten Standortwahl über die partnerschaftliche Strukturierung der Projekte bis hin zur vorausschauenden Planung der Verkaufsstrategie. Wenn diese Komponenten präzise aufeinander abgestimmt sind, erweist sich das Segment als wegweisende Lösung für den modernen Wohnungsbau und als verlässlicher Anker im institutionellen Anlagebereich.
FAQ
Build-to-Rent steht für Wohnimmobilien, die gezielt für die langfristige Vermietung gebaut, betrieben und gehalten werden. Charakteristisch sind ein professioneller Betreiber, gemeinsame Ausstattungselemente und eine zentrale Verwaltung.
Eine zentrale Rolle, da Investoren Nachhaltigkeit als entscheidendes Kriterium bewerten. Energieeffizienz, Zertifizierungen und ESG-konforme Bewirtschaftung sind feste Bestandteile von Investmentkriterien und Mieternachfrage.
Ja, das Segment erweist sich als äußerst attraktiv. Das anhaltende Defizit an Wohnraum und die sehr geringen Leerstände sorgen für eine verlässliche und kalkulierbare Nachfrage. Investoren schätzen an dieser Anlageklasse in einem volatilen Umfeld besonders die wertstabilen Erträge, die einen hervorragenden Schutz vor inflationären Entwicklungen bieten.
Hierbei handelt es sich um eine Strukturierung, bei der institutionelle Anleger den Bau einer Wohnanlage bereits vorab finanzieren und das fertige Objekt direkt nach der Fertigstellung übernehmen. Dieses Modell bietet Entwicklern eine frühzeitige Finanzierungssicherheit, während sich der Investor rechtzeitig den Zugriff auf moderne, schlüsselfertige Bestände sichert.
Die Erträge haben sich in den vergangenen Jahren als äußerst krisenfest und verlässlich erwiesen. Selbst bei steigenden Anforderungen an die energetische Sanierung und veränderten Finanzierungskosten bleibt das Ertragspotenzial durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum stabil.
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