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- 30.04.2026
Die Bedeutung der Energieeffizienzklasse – Was macht ein Haus wirklich energieeffizient?

In einer Zeit, in der der Klimawandel und die Reduzierung des Energieverbrauchs wichtiger denn je sind, spielt die Energieeffizienz von Gebäuden eine große Rolle. Sie hat unter anderem einen deutlichen Einfluss auf den Wert und dementsprechend auf den Preis einer Immobilie. Wenn es um die Bewertung eines Hauses, beispielsweise im Vorfeld eines Verkaufs geht, ist die Energieeffizienzklasse also ein entscheidender Faktor.
Inhaltsverzeichnis
Was bedeuten die Energieeffizienzklassen bei Immobilien?
Warum ist die Energieeffizienzklasse wichtig?
Welche Maßnahmen beeinflussen die Energieeffizienzklasse?
Die Bedeutung von Energieberatung
Häuser-Energieeffizienzklassen für Wohngebäude im Überblick
Energieeffizienzklasse für Häuser berechnen
Welche Bedeutung kommt der Energieeffizienz von Immobilien in Zukunft zu?
Nach welcher Energieeffizienzklasse sollten Sie beim Immobilienkauf suchen?
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Definition
Die Energieeffizienzklasse ordnet den Energieverbrauch eines Gebäudes ein. Sie reicht auf einer Skala von A+ bis H und ist offiziell im Energieausweis der Immobilie dokumentiert.
Einflussfaktoren
Bestimmt wird die Klasse durch Faktoren wie Gebäudeisolierung, Heiz- und Kühlsysteme sowie das Nutzerverhalten. Eine gezielte Steigerung der Energieeffizienz gelingt durch gute Dämmung, eine neue Heizungsanlage, moderne Fenster oder die Nutzung erneuerbarer Energien. Besonders bei Häusern ab Klasse D ist das Optimierungspotenzial sehr groß.
Immobilienkauf
Die Einstufung ist ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl einer Immobilie. Eine gute Energieeffizienzklasse spricht für geringere Betriebskosten und steigert den Immobilienwert – ein Faktor, der auch beim Immobilienverkauf immer wichtiger wird.
Ausblick
In der Immobilienbranche wird die Energieeffizienzklasse künftig, speziell bei der Wertbestimmung und Vermarktung, noch weiter an Bedeutung gewinnen.
Was bedeuten die Energieeffizienzklassen bei Immobilien?
Bevor wir darüber sprechen, was eine gute Energieeffizienzklasse für ein Haus ausmacht, ist es wichtig, zu verstehen, wie diese Klassen definiert werden. Die Energieeffizienzklasse eines Hauses wird in der Regel auf einer Skala von A+ (sehr effizient) bis H (sehr ineffizient) angegeben. Diese Klassifizierung basiert auf verschiedenen Faktoren, die den Energieverbrauch und die Umweltauswirkungen eines Gebäudes bewerten.
Die Berechnung der Energieeffizienzklasse berücksichtigt den Energiebedarf und -verbrauch des Gebäudes, die Qualität der Isolierung, die Effizienz der Heizungs- und Kühlsysteme sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Je besser ein Haus in diesen Bereichen abschneidet, desto höher ist seine Energieeffizienzklasse.
Warum ist die Energieeffizienzklasse wichtig?
Die Energieeffizienzklasse eines Hauses hat erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Aspekte, darunter:
1. Energieeinsparungen und Kosteneffizienz
Häuser in den höheren Energieeffizienzklassen (A bis C) verbrauchen deutlich weniger Energie als solche in den niedrigeren Klassen. Dies führt zu erheblichen Energieeinsparungen und geringeren Energiekosten für die Bewohner.
2. Umweltauswirkungen und Klimaschutz
Der Energieverbrauch von Gebäuden ist eine der Hauptquellen für Treibhausgasemissionen. Energieeffiziente Häuser produzieren weniger CO₂ und tragen somit zur Reduzierung der Umweltauswirkungen und zur Erreichung der Klimaziele bei. Die Wahl eines energieeffizienten Hauses ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.
3. Komfort und Wohnqualität
Energieeffiziente Häuser mit einer guten energetischen Dämmung bieten in der Regel ein angenehmes und konstantes Raumklima. Im Winter hält die Dämmung die Wärme im Haus, wodurch Heizkosten sinken und kalte Oberflächen vermieden werden. Im Sommer schützt sie vor Überhitzung und trägt so zu einem kühlen und behaglichen Wohngefühl bei. Insgesamt steigert eine gute Dämmung den Wohnkomfort deutlich.
Welche Maßnahmen beeinflussen die Energieeffizienzklasse?
Die Energieeffizienzklasse eines Hauses wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Mit entsprechenden Maßnahmen in den jeweiligen Bereichen können Sie die Energieeffizienz Ihrer Immobilie verbessern und Ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern.
1. Gebäudeisolierung und Dämmung
Eine effektive Dämmung ist entscheidend für die Energieeffizienz eines Hauses. Gut gedämmte Wände, Kellerdecken und Dächer tragen dazu bei, den Energieverbrauch für Heizung und Kühlung zu minimieren.
Nicht zu vernachlässigen ist der Einfluss von Fenstern und Türen auf die Energieeffizienz. Der Austausch alter, schlecht isolierter Fenster gegen moderne, dreifach verglaste Modelle minimiert Wärmeverluste. Auch das Abdichten von Fugen und das Vermeiden von Wärmebrücken trägt zur Optimierung bei.
2. Heizungs- und Kühlsysteme
Moderne Heizungs- und Kühlsysteme sind energieeffizienter und umweltfreundlicher. Der Austausch alter Heizkessel gegen energieeffiziente Systeme wie Wärmepumpen (ggf. mit Kühlfunktion) kann den Energieverbrauch spürbar reduzieren. Auch die Kombination mit einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung fördert die Energieeffizienz. Eine regelmäßige Wartung und die Nutzung von programmierbaren Thermostaten sind ebenfalls sinnvoll.
3. Nutzung erneuerbarer Energien
Solar- und Geothermie basieren auf erneuerbaren Ressourcen und erzeugen saubere Energie, was die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduziert. Dies kann die Energieeffizienz eines Hauses deutlich steigern.
Die Bedeutung von Energieberatung
Wenn Sie unsicher sind, wie Sie die Energieeffizienz Ihres Hauses verbessern können, kann die Unterstützung durch eine:n Energieberater:in sehr hilfreich sein. Diese Experten können eine umfassende Energieanalyse Ihres Gebäudes durchführen und Empfehlungen für die besten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz geben.
Energieberater sind geschult, die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten jedes Hauses zu berücksichtigen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Die Zusammenarbeit mit einem Energieberater kann sich langfristig auszahlen, indem sie nach Umsetzen der Maßnahmen Energieeinsparungen mit sich bringt und den Wohnkomfort erhöht. Informieren Sie sich hier über das Beratungsangebot unseres Kooperationspartners Enter in Deutschland.
Häuser-Energieeffizienzklassen für Wohngebäude im Überblick
Diese Übersicht bietet Ihnen eine Einordnung der verschiedenen Energieeffizienzklassen für Häuser. Der angegebene Energieverbrauch in kWh bezieht sich Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr (kWh/m²·a).
Klasse A+: weniger als 30 kWh, optimale Energieeffizienz
Klasse A: 30 bis 50 kWh, sehr gute Energieeffizienz
Klasse B: 50 bis 75 kWh, Neubauten mit guter Dämmung
Klasse C: 75 bis 100 kWh, gute Effizienz
Klasse D: 100 bis 130 kWh, leicht erhöhter Energieverbrauch
Klasse E: 130 bis 160 kWh, meistens unsanierte Altbauten
Klasse F: 160 bis 200 kWh, hoher Energiebedarf bei Altbauten und schlechter Sanierung
Klasse G: 200 bis 250 kWh, meistens unsanierter Altbau mit altem Heizsystem
Klasse H: mehr als 250 kWh, sehr schlechter energetischer Objektzustand
Energieeffizienzklasse für Häuser berechnen
Im Normalfall ist es nicht erforderlich, die Energieeffizienzklasse für Gebäude selbst zu berechnen. Sie ist im Energieausweis aufgeführt und wird in einem Farbspektrum von Rot (ineffizient) bis Grün (effizient) mit dem entsprechenden Buchstaben im Farbfeld dargestellt. Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema: Wissenswertes zum Energieausweis.
Sollte bisher kein Energieausweis (Verbrauchsausweis) vorliegen, können Sie die Energieeffizienzklasse Ihres Wohngebäudes mithilfe einer einfachen Formel einschätzen: Endenergieverbrauch in kWh : Wohnfläche in m²
So gehen Sie vor:
1. Addieren Sie den Energieverbrauch der letzten drei Jahre (in kWh).
2. Teilen Sie die Summe durch 3, um den durchschnittlichen Jahresverbrauch zu ermitteln.
3. Teilen Sie diesen Wert durch die Wohnfläche Ihres Hauses in Quadratmetern.
4. Ordnen Sie das Ergebnis der entsprechenden Energieeffizienzklasse zu (siehe Übersicht oben).
Welche Bedeutung kommt der Energieeffizienz von Immobilien in Zukunft zu?
Der Wert energetisch sanierter Immobilien wird sich voraussichtlich positiv entwickeln. Die Energieeffizienzklasse wird zu einer noch wichtigeren Kennzahl bei der Bewertung von Immobilien, da umweltbewusste Käufer und Mieter vermehrt nach Immobilien suchen werden, die ihren Energieverbrauch minimieren und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Insgesamt wird die Energieeffizienz von Gebäuden in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle in der Immobilienbranche spielen.
Nach welcher Energieeffizienzklasse sollten Sie beim Immobilienkauf suchen?
Welche Energieeffizienzklasse Sie bei der Immobiliensuche ins Auge fassen, hängt von Ihren individuellen Möglichkeiten und Prioritäten ab. Wenn Sie umweltbewusst sind und langfristig Energiekosten sparen möchten, ist es ratsam, eine Immobilie in den oberen Energieeffizienzklassen (A bis C) zu suchen. Diese Häuser weisen jetzt schon einen geringen Energieverbrauch auf, was sich direkt in niedrigeren Heizkosten und somit einer deutlichen finanziellen Entlastung niederschlägt.
Aber auch ein Haus, das beim Erwerb eine schlechtere Energieeffizienz aufweist, kann Vorteile bieten, primär einen günstigeren Kaufpreis. Allerdings sollten zukünftige Investitionen in die energetische Sanierung einkalkuliert werden, um langfristig Kosten zu senken und Wohnkomfort zu verbessern. Das kann im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes sogar rechtlich verbindlich sein, wenn sich im Haus beispielsweise eine mehr als 30 Jahre alte Heizung befindet. Möchten Sie aufgrund dieser Vorgaben im Gebäudeenergiegesetz oder zur Verbesserung der Energieeffizienz des Hauses Sanierungsmaßnahmen durchführen, unterstützen Sie verschiedene staatliche Förderungen. Weitere Informationen zum GEG erhalten Sie hier in unserer Gebäudeenergiegesetz-Zusammenfassung für Bestandsobjekte.
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Die Entscheidung, welche Energieeffizienzklasse Ihre zukünftige Immobilie haben sollte, richtet sich nach Ihren persönlichen Zielen, Überzeugungen und Vorlieben sowie der aktuellen Rechtslage. Lassen Sie sich gern von den Engel & Völkers Experten beraten, welche Immobilie mit welcher Energieeffizienzklasse zu Ihnen und Ihren Zukunftsplänen passt.
Haus-Energieeffizienzklassen: Ihre Fragen & unsere Antworten
FAQ
Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis zwischen aufgewendeter Energie und erzieltem Nutzen. Bei Häusern wird sie anhand des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Belüftung bewertet und ist ein wichtiges Kriterium beim Kauf oder der Vermietung von Immobilien beispielsweise abgeleitet.
Die Energieeffizienzklasse H ist die schlechteste Einstufung für Gebäude. Sie steht für einen sehr hohen Energieverbrauch und betrifft in erster Linie unsanierte Altbauten aus den 70er Jahren oder früher.
A und A+ sind die besten Energieeffizienzklassen für Gebäude. Auch die Klassen B und C gelten als guter Standard.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt die energetischen Anforderungen an Bestandsimmobilien und Neubauten in Deutschland. Unter anderem schreibt es vor, dass neue Heizsysteme zu mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen. Die 2024 in Kraft getretene Fassung wird voraussichtlich Mitte 2026 überarbeitet.
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