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Positive Nachrichten vom Wohnimmobilienmarkt

Der Wachstumstrend am Hamburger Markt für Wohnimmobilien hält weiter an: Nachdem infolge der Pandemie-Jahre Inflation und Bauzinsen gestiegen waren und Käufer eher zurückhaltend agierten, hat sich mittlerweile eine Normalisierungstendenz eingestellt. Insbesondere für die sich kontinuierlich entwickelnden Märkte des Hamburger Nordostens, nämlich im Alstertal, in den Walddörfern, in Rahlstedt und Marienthal, nehmen wir eine zunehmende Dynamik wahr.

Verkaufszahlen wachsen segmentübergreifend
Die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen stieg in den genannten Stadtteilen sowie in Bramfeld und in Farmsen-Berne bereits Ende September 2025 um 9,7 Prozent auf 577. Hamburgweit wurden 4.090 Kaufverträge für Wohnungen registriert, das sind sogar 15,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der verkauften Einfamilienhäuser erhöhte sich in den genannten Stadtteilen um 1,7 Prozent auf 538, hamburgweit lag die Zahl verkaufter Häuser nach drei Quartalen um 5,3 Prozent höher als im Vorjahresvergleichszeitraum.
Eigentümer und Käufer profitieren vom Marktaufschwung
Die zunehmend guten Nachrichten vom Wohnimmobilienmarkt betreffen also nicht allein die Immobilienbesitzer und Verkäufer, deren Werte sich wieder stabilisiert haben, sondern auch die Interessenten, für die sich das Angebot und damit die Wahlmöglichkeiten deutlich erhöht haben, sodass es zu den steigenden Verkaufszahlen kommen konnte.
Im Ergebnis dieser Entwicklung registrieren wir in unserem aktuellen Marktbericht „Hamburger Nordosten 2025/2026“ nicht nur bereits gestiegene, sondern erwarten auch leicht zunehmende Preise. Der prognostizierte Preisanstieg bezieht sich allerdings nur auf solide Immobilien mit modernisierter bzw. moderner energetischer Ausstattung in guter oder sehr guter Wohnlage.
Wohnungen steigen schneller im Wert als Häuser
Während sich Eigentumswohnungen im frisch angebrochenen Jahr 2026 voraussichtlich um 3 bis 4 Prozent verteuern können, dürfte die Steigerungsrate bei den Einfamilienhäusern nur unter einem Prozent liegen. Dass sich Häuser preislich weniger stark entwickeln, zeigen insbesondere die Zahlen des Gutachterausschusses zum 30. September 2025. Danach sanken die Preise für Einfamilienhäuser hamburgweit sogar um 4,4 Prozent, obwohl sich die Zahl verkaufter Objekte deutlich erhöhte.
Der Grund für die unterschiedliche Preisentwicklung besteht im demografischen Wandel: Während mehr neuere Eigentumswohnungen das Marktgeschehen bestimmen, kommen zunehmend ältere Häuser von Eigentümern auf den Markt, die ihre Immobilien aus Altersgründen aufgeben wollen. Wir beobachten diesen Trend besonders im Hamburger Nordosten mit seiner dichten Einfamilienhaus-Bebauung. Die Entwicklung ermöglicht allerdings jungen Familien eine Chance auf den Erwerb eines Eigenheims und damit ein Wohnen in ruhiger, grüner Umgebung und bester Infrastruktur.
