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Wohnungsbesichtigung: Der Ratgeber für Ihren erfolgreichen Besichtigungstermin

Elegantes Wohnzimmer in einem historischen Gebäude mit aufwendiger Stuckdecke, hohen Fenstertüren mit Blick auf die Stadt, einem modernen weißen L-förmigen Sofa, einem schwarzen Couchtisch, einem Flachbildfernseher, einem cremefarbenen Teppich und dekorativen Pflanzen, die eine Mischung aus klassischem und zeitgenössischem Design schaffen.

Eine Wohnungsbesichtigung ist oft die entscheidende Etappe auf dem Weg zu Ihrer neuen Traumwohnung. In einem angespannten Wohnungsmarkt kommt es darauf an, sich von anderen Interessentinnen und Interessenten abzuheben und einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie sich optimal vorbereiten, worauf Sie während der Besichtigung achten sollten und welche Fragen Sie unbedingt stellen müssen, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorbereitung auf die Wohnungsbesichtigung

  2. Checkliste Wohnungsbesichtigung: Worauf achten?

  3. Fragen bei Wohnungsbesichtigung: Welche Fragen sollte ich stellen?

  4. Wohnungsbesichtigung Tipps: Wie macht man einen guten Eindruck?

  5. Follow-up und nächste Schritte

Vorbereitung auf die Wohnungsbesichtigung

Die Bewerbung: Wie bewirbt man sich für eine Wohnungsbesichtigung?

Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Wohnungssuche beginnt bereits vor dem eigentlichen Besichtigungstermin. Ihre Bewerbung sollte schnell, vollständig und professionell sein. Vermieterinnen und Vermieter erhalten oft Dutzende Anfragen – nur wer sich positiv von der Masse abhebt, erhält eine Einladung.

Reagieren Sie umgehend auf Wohnungsinserate, idealerweise innerhalb weniger Stunden. Formulieren Sie eine höfliche, fehlerfreie E-Mail oder Nachricht, in der Sie sich kurz vorstellen: Beruf, aktueller Wohnort, gewünschter Einzugstermin und Grund für den Umzug. Vermeiden Sie Standardfloskeln und zeigen Sie echtes Interesse an der konkreten Wohnung. Fügen Sie bereits in der ersten Kontaktaufnahme an, dass Sie alle erforderlichen Unterlagen vorbereitet haben und kurzfristig verfügbar sind.

Unterlagen Wohnungsbesichtigung: Was sollte ich zur Wohnungsbesichtigung mitbringen?

Eine vollständige Bewerbungsmappe erhöht Ihre Chancen erheblich. Die wichtigsten Unterlagen Wohnungsbesichtigung umfassen:

Pflichtdokumente:

  • Personalausweis oder Reisepass (Kopie)

  • Einkommensnachweise der letzten drei Monate (Gehaltsabrechnungen)

  • SCHUFA-Bonitätsauskunft (nicht älter als drei Monate)

  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom aktuellen Vermieter

  • Arbeitgeberbescheinigung oder Arbeitsvertrag

Optional, aber vorteilhaft:

  • Selbstauskunft (ausgefüllt und unterschrieben)

  • Bürgschaftserklärung der Eltern (bei Studierenden oder Auszubildenden)

  • Referenzen früherer Vermieterinnen und Vermieter

  • Kurzes Anschreiben mit persönlicher Vorstellung

Bereiten Sie sowohl digitale als auch ausgedruckte Versionen vor. Eine professionell zusammengestellte Bewerbungsmappe in einer Klarsichtfolie hinterlässt einen deutlich besseren Eindruck als lose Kopien.

Checkliste Wohnungsbesichtigung: Worauf achten?

Wohnungsbesichtigung worauf achten? Diese Frage beschäftigt viele Mieterinnen und Mieter. Eine strukturierte Checkliste Wohnungsbesichtigung hilft Ihnen, nichts Wichtiges zu übersehen und verschiedene Wohnungen objektiv zu vergleichen.

Äußere Faktoren und Lage

Beginnen Sie Ihre Beurteilung bereits vor der Haustür:

  • Gebäudezustand: Ist das Treppenhaus gepflegt? Funktioniert der Aufzug?

  • Nachbarschaft: Wirkt die Umgebung sicher und angenehm?

  • Verkehrsanbindung: Wie sind öffentliche Verkehrsmittel erreichbar?

  • Infrastruktur: Gibt es Supermärkte, Ärzte, Schulen in der Nähe?

  • Parkmöglichkeiten: Ist ein Stellplatz vorhanden oder gibt es Parkplätze in der Straße?

  • Lärmbelastung: Achten Sie auf Straßen-, Flug- oder Gewerbelärm

Innere Ausstattung und Zustand

Auf was schaut man bei einer Wohnungsbesichtigung? Im Inneren der Wohnung sollten Sie folgende Punkte genau prüfen:

Raumaufteilung und Grundriss:

  • Entspricht die Raumaufteilung Ihren Bedürfnissen?

  • Sind die Zimmer ausreichend groß?

  • Gibt es genügend Stauraum (Abstellkammer, Keller)?

Bausubstanz und Zustand:

  • Zustand der Böden (Kratzer, Unebenheiten, Material)

  • Wandbeschaffenheit (Risse, Flecken, Feuchtigkeit)

  • Fenster und Türen (Dichtigkeit, Schließmechanismen, Schallschutz)

  • Schimmel: Prüfen Sie besonders Ecken, Fensterlaibungen und Badezimmer

  • Feuchtigkeit: Dunkle Flecken, muffiger Geruch oder abblätternde Farbe sind Warnsignale

Küche und Sanitär:

  • Ist eine Einbauküche vorhanden oder geplant?

  • Zustand von Armaturen, Fliesen und Sanitäranlagen

  • Wasserdruck testen

  • Funktionieren Dusche und WC einwandfrei?

Heizung und Energie:

  • Art der Heizung (Zentralheizung, Gasetagenheizung, Fernwärme)

  • Zustand der Heizkörper

  • Energieausweis einsehen (Energieeffizienzklasse beachten)

  • Geschätzte Heizkosten erfragen

Technische Aspekte

Die technische Infrastruktur wird oft übersehen, ist aber essentiell:

  • Stromanschlüsse: Ausreichend Steckdosen in jedem Raum?

  • Wasseranschlüsse: Für Waschmaschine, Geschirrspüler vorhanden?

  • Internet: Welche Anbieter sind verfügbar? Glasfaser oder DSL?

  • Telefon/TV: Kabelanschluss oder SAT-Schüssel möglich?

  • Kellerabteil: Größe und Zustand prüfen

  • Fahrradkeller: Ist ein sicherer Abstellplatz vorhanden?

Fotografieren Sie (mit Erlaubnis) verschiedene Bereiche der Wohnung, um später Details nachzuvollziehen und Wohnungen zu vergleichen.

Fragen bei Wohnungsbesichtigung: Welche Fragen sollte ich stellen?

Welche Fragen sollte ich bei einer Wohnungsbesichtigung stellen? Diese Frage ist zentral für eine fundierte Entscheidung. Bereiten Sie Ihre Wohnungsbesichtigung Fragen im Vorfeld vor:

Finanzielle Aspekte:

  • Wie hoch sind die genauen Nebenkosten? Was ist darin enthalten?

  • Wie hoch ist die Kaution? (maximal drei Monatskaltmieten)

  • Sind Nebenkosten in den letzten Jahren gestiegen?

  • Gibt es eine Staffelmiete oder Indexmiete?

  • Welche Kündigungsfrist gilt?

Wohnung und Ausstattung:

  • Welche Renovierungsarbeiten wurden zuletzt durchgeführt?

  • Müssen Schönheitsreparaturen vom Mieter übernommen werden?

  • Ist die Küche im Mietpreis enthalten oder muss sie übernommen werden?

  • Sind bauliche Veränderungen (Regale, Lampen) erlaubt?

Hausgemeinschaft und Regeln:

  • Wie ist die Hausordnung? (Ruhezeiten, Grillen, Musikinstrumente)

  • Sind Haustiere erlaubt?

  • Wie wird die Treppenhausreinigung organisiert?

  • Wie sind die Nachbarinnen und Nachbarn? (diplomatisch formuliert)

Praktische Details:

  • Warum ist die Wohnung frei? Wie lange stand sie leer?

  • Wann ist der frühestmögliche Einzugstermin?

  • Sind Sanierungen am Gebäude geplant? (Fassade, Dach, Heizung)

  • Gibt es bekannte Probleme (Feuchtigkeit, Schimmel, Lärm)?

Notieren Sie sich die Antworten direkt – so können Sie später verschiedene Wohnungen besser vergleichen.

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Wohnungsbesichtigung Tipps: Wie macht man einen guten Eindruck?

Verhaltenstipps während der Besichtigung

Wie macht man einen guten Eindruck bei der Wohnungsbesichtigung? Folgende Wohnungsbesichtigung Tipps helfen Ihnen:

Pünktlichkeit ist essentiell: Erscheinen Sie 5 Minuten vor dem vereinbarten Termin. Bei Verspätung rufen Sie rechtzeitig an und informieren Sie die Vermieterin oder den Vermieter.

Professionelles Auftreten:

  • Begrüßen Sie alle Anwesenden höflich und mit Handschlag

  • Stellen Sie sich kurz vor (Name, Beruf, Wohnungssuche-Grund)

  • Zeigen Sie echtes Interesse an der Wohnung

  • Stellen Sie durchdachte Fragen

  • Hören Sie aufmerksam zu

Kommunikation:

  • Seien Sie ehrlich, aber nicht zu privat

  • Vermeiden Sie negative Kommentare über die Wohnung oder Ausstattung

  • Sprechen Sie nicht abfällig über frühere Vermieterinnen und Vermieter

  • Bleiben Sie höflich, auch wenn die Wohnung nicht passt

Begleitpersonen: Maximal eine Begleitperson mitbringen (Partner/Partnerin oder Elternteil bei jungen Mieterinnen und Mietern). Große Gruppen wirken unprofessionell.

Die 7 No-Gos bei einer Wohnungsbesichtigung

Was sind die 7 No-Gos bei einer Wohnungsbesichtigung? Vermeiden Sie unbedingt folgende Fehler:

Unpünktlichkeit ohne Absage: Zu spät kommen oder gar nicht erscheinen disqualifiziert Sie sofort.

Unvollständige oder fehlende Unterlagen: Ohne Bewerbungsmappe haben Sie deutlich schlechtere Chancen.

Unangemessenes Auftreten: Unpassende Kleidung, ungepflegtes Erscheinungsbild oder aufdringliches Verhalten schrecken ab.

Zu viele Begleitpersonen: Die gesamte Familie oder Freundesgruppe mitzubringen wirkt respektlos.

Kritische oder negative Kommentare: Auch wenn Mängel sichtbar sind, formulieren Sie diplomatisch: "Könnte die Küche noch renoviert werden?" statt "Die Küche ist ja furchtbar!"

Unehrlichkeit: Lügen über Einkommen, Beschäftigung oder Haustiere fallen spätestens beim Vertragsabschluss auf.

Überzogene Forderungen: Verlangen Sie nicht sofort Renovierungen oder Mietminderungen. Verhandeln können Sie nach der Zusage.

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Follow-up und nächste Schritte

Nach der Besichtigung ist Ihre Arbeit noch nicht getan:

Zeitnahe Rückmeldung: Senden Sie innerhalb von 24 Stunden eine freundliche E-Mail, in der Sie Ihr Interesse bekräftigen und sich für die Zeit bedanken. Dies zeigt Engagement und hält Sie im Gedächtnis.

Geduld bewahren: Der Entscheidungsprozess kann einige Tage bis Wochen dauern. Vermieterinnen und Vermieter müssen oft mehrere Bewerberinnen und Bewerber vergleichen und rechtliche Prüfungen durchführen.

Nachfragen erlaubt: Nach einer Woche können Sie höflich nachfragen, wie der Stand der Dinge ist. Übertreiben Sie es aber nicht – tägliche Anrufe wirken aufdringlich.

Alternative Wohnungen: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Bewerben Sie sich parallel auf mehrere Wohnungen, um Ihre Chancen zu erhöhen und Verhandlungsposition zu stärken.

Sollten Sie eine Zusage erhalten, prüfen Sie den Mietvertrag sorgfältig, bevor Sie unterschreiben. Lassen Sie sich bei Unklarheiten von einem Mieterverein oder Anwalt beraten.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

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