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Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt in Schleswig-Holstein?
Eine Einschätzung unserer Experten
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Nach jahrelangem Aufwärtstrend spürt auch der Markt für Wohnimmobilien in Schleswig-Holstein die Auswirkungen der aktuellen Lage, die Unternehmen wie auch Privatpersonen gleichermaßen betreffen. Insbesondere die hohen Zinsen, aber auch die Inflation, die Energiekrise und die damit verbundene allgemeine Verunsicherung halten aktuell viele Verbraucher davon ab, sich ihren Traum vom Eigenheim zu erfüllen.
Dennoch ist noch lange nicht die Rede von einem Abwärtstrend, sondern vielmehr von einer Regulierung der außergewöhnlich hohen Preise der vergangenen Jahre. Besonders die Nachfrage nach attraktiven Objekten ist ungebrochen. Gleichzeitig hat nicht zuletzt die Pandemie den Trend verstärkt, dass viele Käufer Interesse am Landleben, dem stadtnahen Umland oder kleineren Städte zeigen.
„Im vergangenen Jahr haben wir nun eine eindeutige Entwicklung von einem Verkäufermarkt hin zu einem Käufermarkt gesehen,“ so Christian von Gottberg, Geschäftsführer von Engel & Völkers Schleswig-Holstein. „Immobilienkredite kosten mittlerweile deutlich mehr, die Situation aus Käufersicht verändert sich damit erheblich.“
Das hat Auswirkungen auf die Anzahl der Interessenten beim Immobilienverkauf und in einigen Fällen werden auch Preisreduzierungen zugunsten der Kaufinteressenten beobachtet. Auch wenn hohe Zinssätze mit Sicherheit kein Grund zur Freude sind, haben die Marktveränderungen einen strategischen Vorteil für Käufer: Wo es bisher oft mehrere Interessenten pro Objekt gab, fällt diese Zahl nun geringer aus.
„Zudem haben wir in Schleswig-Holstein im Laufe der vergangenen Monate einen Anstieg bei den Immobilienangeboten für Wohnimmobilien beobachtet. Wir sehen das als Chance, die Nachfrage unserer Suchkunden deutlich besser bedienen zu können, als es in den vorherigen Jahren möglich gewesen ist.“ so von Gottberg. Damit wird es Käufern zunehmend ermöglicht, sich zwischen Objekten entscheiden zu können, ohne Kompromisse – z.B. in Bezug auf Lage – eingehen zu müssen.
Verkäufer müssen längeren Atem beweisen
Und was heißt das nun für alle, die in Erwägung ziehen, ihre Immobilie in naher Zukunft zu verkaufen? Auch wenn sich der Markt zum Vorteil für die Käufer dreht, besteht für Verkäufer aktuell kein Grund zur Sorge: „Grundsätzlich sehen wir stabile Preise und können von einer Stagnation auf hohen Niveau sprechen. In vielen Fällen, vor allem bei attraktiven Immobilien im Premiumsegment, entwickeln sich die Preise weiterhin positiv,“ lautet die Einschätzung von Christian von Gottberg.
Beim Verkauf der eigenen Immobilie ist gegebenenfalls etwas mehr Geduld gefragt und es kann unter Umständen, der aktuellen Lage geschuldet, zu längeren Verkaufszeiten kommen. Besonders jetzt fahren Verkäufer besser mit einem professionellen Immobilienmakler an ihrer Seite. „Engel & Völkers hat den großen Vorteil, dass wir aufgrund unserer Größe und vielen vorliegenden Datenpunkten genau wissen, was am Markt geschieht,“ so Sven Odia, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers AG gegenüber dem Handelsblatt. „Aber im Endeffekt muss man immer eine Sache verstehen: Der Preis ist ein Zusammentreffen zwischen Angebot und Nachfrage. Nicht wir als Makler gestalten den Preis, sondern wir vermitteln zwischen Käufer und Verkäufer,“ führt Odia fort.
Selbst wenn es anspruchsvoller geworden ist, eine Immobilie zu vermarkten, ist die aktuelle Marktsituation für Engel & Völkers nicht so herausfordernd wie für kleinere Wettbewerber. Dank eines umfangreichen Netzwerkes an Suchkunden, ist Engel & Völkers in der Lage, schneller und zu besseren Konditionen einen passenden Käufer zu finden.
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Öffnen, um mehr über die verwendeten Daten von Engel & Völkers zu erfahrenStabile Quadratmeterpreise im weiterhin beliebten Schleswig-Holstein
Auch im dritten Corona-Jahr sind Einfamilienhäuser im Umland von größeren Städten und in ländlicheren Gegenden hoch im Kurs. Hier stiegen die Preise in den vergangenen Jahren teilweise noch mehr als in den Großstädten selbst. Dieser Trend war auch 2022 in Schleswig-Holstein zu sehen, auch wenn die Preise seit Ende des zweiten Quartals stagnierten.
Vor allem die Lage und Infrastruktur sind bei Kaufinteressenten, die einen Erstwohnsitz suchen, ausschlaggebend; so sind besonders die Regionen um die größeren norddeutschen Städte wie Lübeck, Flensburg, Kiel oder Neumünster attraktiv. Gefragt sind auch Städte wie Bad Segeberg und Bad Oldesloe dank ihrer Nähe und guten Anbindung an Hamburg. Besonders Bestandsimmobilien gewinnen hier weiter an Attraktivität, nicht zuletzt auch durch die ressourcenbedingten Verzögerungen bei Neubauprojekten.
Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise bei einem Hauskauf in Schleswig-Holstein lagen im vierten Quartal des Jahres 2022 bei 3.423 € und sind im Vergleich zum vierten Quartal im Vorjahr um 2,9% angestiegen.* Während das Hamburger Umland und die Nordseeinsel Sylt die höchsten Preise verzeichnen, sind Häuser in Schleswig-Holsteins größten Städten wie Kiel (3.992 €/m²), Lübeck (3.701 €/m²), Flensburg (3.241 €/m²) und Neumünster (3.054 €/m²) im Vergleich deutlich preiswerter. Günstige Quadratmeterpreise finden sich auch im Landkreis Dithmarschen: Hier zahlten Hauskäufer in 2022 durchschnittlich 2.483 € pro Quadratmeter. Auch der Landkreis Steinburg mit Städten wie Itzehoe, Glückstadt oder Kellinghusen locken neben der guten Lage in der Metropolregion Hamburg – zwischen Nordsee und der Hansestadt – mit verhältnismäßig niedrigen Quadratmeterpreisen von 2.691 €. Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Häuser lagen 2022 in Hamburg bei 5.745 €, in Berlin bei 5.061 € und in München bei 10.040 €.
Immobilien sind und bleiben eine stabile Wertanlage
Eine genaue Prognose zur Entwicklung des deutschlandweiten Immobilienmarktes ist nur schwer abzugeben. Aber in einem Punkt ist er sich sicher: „Es gibt mehrere Faktoren, die ein Garant dafür sind, dass Immobilien auch in der Zukunft stabile Anlagen bilden. Häuser sind gerade in Zeiten hoher Inflation ein Stabilitätsanker – wenn man auf die richtigen setzt. Objekte in Top-Lagen werden immer gefragt sein. Wir merken aber auch, dass es einen Trend zu nachhaltigem und energieeffizientem Wohnen gibt.“
„Dass das Interesse an Immobilien im Vergleich zum vorigen Jahr, den steigenden Zinsen und der Inflation zum Trotz, unverändert hoch ist, hat sich bei Engel & Völkers Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr deutlich bemerkbar gemacht,“ so Christian von Gottberg.
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